Diese Mitarbeitenden prägen den Verein Casanostra

Daniel Bachmann | Geschäftsführer

Andrea Blaser | Leiterin Sozialarbeit Stv. Geschäftsleitung
Andrea Blaser, Leiterin Sozialarbeit und Stellvertretung der Geschäftsleitung
Was sollte die Öffentlichkeit besser verstehen über Menschen, die Wohnhilfe beanspruchen?
Menschen, die Wohnhilfe beanspruchen, sind in der öffentlichen Wahrnehmung häufig mit Vorurteilen konfrontiert: Sie gelten als faul, unfähig ihren Lebensalltag zu organisieren und sie werden nicht zuletzt vorschnell auf ihre Herkunft reduziert.
Diese Zuschreibungen greifen eindeutig zu kurz, denn die Lebenssituationen von Menschen, die die Wohnhilfe benötigen sind von vielfältigen Einflüssen und Überforderungen geprägt. und Sich einzugestehen, dass in einer solchen Situation Unterstützung hilfreich und notwendig ist, ist ein Zeichen von Selbstreflexion und Stärke.
In der Praxis bedeutet Wohnhilfe Unterstützung bei alltäglichen, administrativen und / oder organisatorischen Aufgaben, wie etwa das Vereinbaren von Terminen, den Umgang mit Behörden oder das Strukturieren des Alltags.
Es geht also darum, Orientierung zu geben und die Fähigkeiten zur Gestaltung des Lebensalltags zu stärken, mit dem. Ziel Menschen zu befähigen, ihren Lebensalltag selbstständig und nach individuellen Vorstellungen und Möglichkeiten zu gestalten.
Die Vorstellungen von Lebensgestaltung, Ordnung und Sauberkeit sind sehr individuell. Ein einheitlicher Massstab existiert nicht. Entscheidend ist, dass ein grundlegender Standard erreicht wird, der es den Menschen ermöglicht, gesellschaftlich teilzuhaben und sich in ihrem Zuhause wohl und sicher zu fühlen. Denn ein sicherer Wohnraum ist weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf – er bedeutet Schutz, Stabilität und einen Rückzugsort vor den überfordernden Belastungen des Alltags.
Erst wenn diese grundlegende Sicherheit gegeben ist, wird es  möglich, sich  weiteren Herausforderungen zu stellen – sei es betreffend der psychischen oder / und  physischen Gesundheit, einer Suchtproblematik oder im Umgang mit Behörden und anderen Autoritäten.
Aus fachlicher Perspektive zeigt sich immer wieder: Ein gesicherter und bezahlbarer Wohnraum ist eine unabdingbare Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Stabilität. So können langfristig nicht nur individuelle Lebenssituationen verbessert, sondern auch gesellschaftliche Folgekosten markant reduziert werden.
Als Bereichsleiterin der Sozialarbeiter*innen sehe ich täglich, wie viel Engagement, Fachwissen und Beziehungsarbeit notwendig sind, um Klientinnen und Klienten   auf dem Weg zu  mehr Selbstständigkeit, Würde und Lebensqualität begleiten.

Hans Jost | Leiter Immobilien und Finanzen

Sandra Sapuppo | Administration
Sandra Sapuppo, Administration
Was motiviert mich persönlich bei Casanostra zu arbeiten?
Mich motiviert bei Casanostra zu arbeiten, weil ich durch meine jahrelange Erfahrung mit Klientinnen und Klienten aus dem niederschwelligen Bereich weiss, wie wichtig Wohnraum und Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen sind. Ich halte es für zentral, dass auch Personen mit finanziellen oder persönlichen Problemen die Chance auf eine Wohnung erhalten und bei Bedarf begleitet werden. Zudem gibt mir die Arbeit die Möglichkeit, etwas Sinnvolles für unsere Stadt und ihre Bevölkerung zu leisten.
Besonders schätze ich auch den direkten Umgang mit Menschen. Die Arbeit ermöglicht es mir, meine Sprachkenntnisse einzusetzen und mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen in Kontakt zu kommen, was ich als sehr bereichernd empfinde.

Fanny Roth | Sozialarbeiterin
Fanny Roth, Sozialarbeiterin
Was motiviert dich persönlich, bei Casanostra zu arbeiten?
Ce qui me motive à travailler chez Casanostra repose sur plusieurs aspects. La diversité des personnes que nous accompagnons est profondément marquante, que ce soit par leurs parcours de vie, leurs situations de santé ou leurs réalités financières. Cela me rappelle chaque jour que chaque situation est unique et mérite une réponse humaine et adaptée.J’apprécie particulièrement que ce travail touche à de nombreux aspects du quotidien, ce qui le rend concret et directement lié à la vie des personnes. Les visites à domicile ont pour moi une valeur particulière : elles permettent de mieux comprendre les situations et d’offrir un accompagnement au plus proche des besoins. Je suis reconnaissante de la confiance que les personnes nous accordent en en nous accueillant chez elles.
Le travail chez Casanostra est difficile à résumer en quelques lignes : il peut être exigeant et éprouvant, mais il est aussi porteur d’espoir et marqué par de belles évolutions. C’est un travail qui me tient à cœur et qui résonne avec certaines de mes valeurs.

Yann Gautschi | Sozialarbeiter

Jürg Friberg | Sozialarbeiter
Jürg Friberg, Sozialarbeiter
Warum ich gerne bei Casanostra arbeite
Die Arbeit als Wohnbegleiter ist manchmal harte Kost. Wir treffen schwierige oder gar desolate Wohnverhältnisse an. Wir sehen, wie unsere Klientinnen und Klienten wohnen, lernen ihre Macken kennen, hören ihre Geschichten. Manchmal hadere ich, weil ich mit einem Klienten nicht weiterkomme, an Ort und Stelle trete. Anderseits ist es genau dieser Realitätsbezug, der mir gefällt. Die Leute, mit denen wir zu tun haben, leben oft mit minimalen Mitteln, auch finanzieller Art. Und trotzdem originell und vielleicht nicht weniger zufrieden als wir. Wie andere Menschen haben sie belastende Geschichten erlebt, die in ihrem Fall durch irgendeine Fügung keinen guten Ausgang genommen haben. Wenn es uns gelingt, im Rahmen unserer Arbeit nicht nur ihr Obdach zu sichern, sondern ihre gesamte Lebenssituation zu verbessern, dann ist das sehr befriedigend für mich. Dann sehe ich mich bestärkt darin, den richtigen Beruf gewählt zu haben.

Romain Béguelin | Sozialarbeiter
Romain Béguelin, Sozialarbeiter
Pourquoi as-tu décidé de travailler précisément dans le domaine du logement à bas seuil ?
Travailler à Casanostra s’est inscrit pour moi comme une suite logique et cohérente de mon parcours professionnel. Avant d’intégrer ce domaine, j’ai acquis de l’expérience dans la réduction des risques et l’aide à la survie, principalement auprès de personnes confrontées à des problématiques de dépendance. Par la suite, j’ai également travaillé dans l’accompagnement administratif, notamment dans la gestion de dettes et de budgets pour des personnes seules et des familles vivant majoritairement dans des situations de précarité financière et sociale. Ces expériences m’ont progressivement sensibilisé aux multiples dimensions de la vulnérabilité et à l’importance d’un accompagnement concret, proche des réalités quotidiennes des personnes concernées.
Disposer d’un logement stable constitue souvent une étape déterminante dans la reconstruction d’un équilibre personnel, social et financier. Le logement n’est pas seulement un toit : il offre un cadre, une sécurité et une base à partir de laquelle les personnes peuvent envisager d’autres démarches et retrouver progressivement une certaine autonomie.
J’apprécie particulièrement la dimension d’accompagnement à domicile des locataires. Le fait de pouvoir intervenir directement dans leur lieu de vie, dans leur espace personnel, donne une autre perspective. Contrairement à d’autres formes d’accompagnement où les personnes doivent se déplacer dans un bureau ou une institution, ici c’est moi qui me rends chez elles et qui entre, avec leur accord, dans leur univers quotidien. Cette approche permet souvent de mieux comprendre leur réalité, leurs habitudes de vie et les difficultés concrètes auxquelles elles sont confrontées.
Même si cette dimension fait partie intégrante du contrat de location avec Casanostra, elle nécessite malgré tout, la construction d’une véritable relation de confiance. Cette relation se construit progressivement, à travers le respect, l’écoute et une posture professionnelle bienveillante. L’ouverture des locataires, leur volonté de partager une partie de leur quotidien, doit toujours être accueillie avec beaucoup de considération et de discrétion. De mon côté, il est essentiel de respecter leur intimité, leur rythme et leurs limites.
Cet équilibre entre accompagnement, respect de l’autonomie et présence dans leur environnement de vie constitue, selon moi, une richesse particulière du travail.

Salome Heckendorn | Sozialarbeiterin
Salome Heckendorn, Sozialarbeiterin
Was motiviert mich persönlich bei Casanostra zu arbeiten?
Ich arbeite gerne bei Casanostra, da Wohnen ein zentrales Thema in der sozialen Arbeit ist. Die Wohnungslosigkeit führt zu einer Destabilisierung des ganzen Lebens. Ich begegne verschiedenen Klient*innen in unterschiedlichen Lebensumständen; von alleinerziehenden Müttern und Familien bis zu Personen, welche psychisch belastet sind oder mit einer Suchtthematik. Dies macht meine Arbeit spannend, abwechslungsreich und ganzheitlich und erfordert aufgrund der Ganzheitlichkeit eine gute Vernetzung mit den sozialen und medizinischen Systemen der Klient*innen, was ich sehr schätze.

Aline Jorand Gmünder | Sozialarbeiterin

Claudia Leu | Sozialarbeiterin
Claudia Leu, Sozialarbeiterin
Was motiviert dich persönlich, bei Casanostra zu arbeiten?
Ich arbeite gerne regional. In der Stadt zu arbeiten, in der ich selber lebe und die ich gut kenne, macht für mich Sinn.
Ich schätze die Wohnungsbesuche. Da ich gemeinsam mit den Klienten bei ihnen zu Hause mehr erreichen kann, als bei einem Termin in einem sterilen Büro. Â
Ich mag die Fahrten mit dem Velo: Die Bewegung und die frische Luft zwischen den Terminen, gibt mir neue Ideen und Power für meine Arbeit mit den Klienten.

Sandra Künzi | Sozialarbeiterin
Sandra Künzi, Sozialarbeiterin
Die Komplexität meiner Aufgabe
Erst im Herbst 2015 bin ich zu Casanostra gestossen. Ich bin schon lange als Sozialarbeiterin tätig, trotzdem ist vieles neu für mich. Mir ist erst jetzt bewusst geworden, wie schwierig das Grundrecht der Obdachsicherung in der Gesellschaft durchzusetzen ist. Und wie stark vom Wohnen abhängt, ob Menschen weiterkommen im Leben oder nicht. Ein geordnetes Wohnen fördert den Respekt für sich selbst und für andere. Ebenfalls neu für mich ist, dass Sozialarbeit aufgrund von Verträgen erfolgt. Einerseits des Mietvertrags, anderseits einer Vereinbarung zum Begleiteten Wohnen. In meiner Doppelrolle als Vermieterin und Wohnbegleiterin sehe ich eine gewisse Schwierigkeit. Wir greifen stark in die Intimsphäre unserer Mieterinnen und Mieter ein. Dabei trete ich als ‹Normträgerin› auf, mache die Wohnfähigkeit von bestimmten Kriterien abhängig. Aber will ich das überhaupt? Darf ich das? Und wenn ja: Mit welchem Recht? Die Leute können wenig dagegen sagen. Sie sind als Mieterinnen und Mieter abhängig von uns. Dazu kommt die omnipräsente Geldfrage: Wie können wir unsere Dienstleistungen Möglichst kostengünstig und trotzdem der Situation angemessen erbringen? Wie können die Leute mit ihren Minimalbudgets umgehen? Das sind alles komplexe Probleme, die meine Arbeit anspruchsvoll und spannend machen.

Bernhard Bez | Hauswart
Bernhard Bez, Hauswart
Mein Arbeitsalltag
Mir ist bewusst, dass Ordnung und Funktionalität in den Liegenschaften von Casanostra eine grosse Bedeutung haben: eine Vorbildfunktion für Mieterinnen und Mieter. In der Tendenz gilt: Wenn sie sehen, dass sich der Hauswart um ihre Wohnungen kümmert, kümmern sie sich auch darum. Als Hauswart ist die Hege und Pflege von Gebäuden und Aussenanlagen meine Aufgabe. Die Pflege hat mit der Hege zu tun. Während ich Reinigungsarbeiten mache, sehe ich, ob etwas kaputt ist oder instand gesetzt werden muss. Zu meinen beiden Hauptaufgaben kommt noch eine dritte hinzu: Wenn ich mich in den Liegenschaften aufhalte, komme ich mit den Mieterinnen und Mietern ins Gespräch. Dieser Austausch ist für beide Seiten eine Bereicherung. Den Mieterinnen und Mietern gibt er die Sicherheit, dass jemand für sie da ist sowie eine willkommene Gesprächsgelegenheit. Sie sind dankbar dafür. Und auch mir bietet der Austausch bei meiner oft etwas einsamen Arbeit Abwechslung. Die Geschichten unserer Mieterinnen und Mieter führen mir vor Augen, dass die meisten von ihnen früher einmal selbständig ihr Leben meistern konnten und durch schwierige Lebensereignisse in ihre heutige Situation geraten sind. Bei Auseinandersetzungen mit ihnen versuche ich mir deshalb ein Bild vor Augen zu führen, wie sie früher waren. Das hilft.

Sandrine Langel | Buchhaltung
Sandrine Langel, Buchhaltung
Je suis d’une nature à aimer les gens et depuis toujours je désirais effectuer un travail qui a du sens, je me sens donc à ma place chez Casanostra même au sein de la comptabilité. C’est d’abord parce que nous y gagnons en estime de soi. On s’estime davantage quand on a le sentiment d’avoir bien agi. De plus on est estimé et respecté par les autres si on a la réputation d’être généreux.