Diese Mitarbeitenden prägen den Verein Casanostra

Daniel Bachmann | Geschäftsführer

Andrea Blaser | Leiterin Sozialarbeit Stv. Geschäftsleitung

Hans Jost | Leiter Immobilien und Finanzen

Sandra Sapuppo | Administration

Fanny Roth | Sozialarbeiterin
Fanny Roth, Sozialarbeiterin

Yann Gautschi | Sozialarbeiter

Jürg Friberg | Sozialarbeiter
Jürg Friberg, Sozialarbeiter
Warum ich gerne bei Casanostra arbeite
Die Arbeit als Wohnbegleiter ist manchmal harte Kost. Wir treffen schwierige oder gar desolate Wohnverhältnisse an. Wir sehen, wie unsere Klientinnen und Klienten wohnen, lernen ihre Macken kennen, hören ihre Geschichten. Manchmal hadere ich, weil ich mit einem Klienten nicht weiterkomme, an Ort und Stelle trete. Anderseits ist es genau dieser Realitätsbezug, der mir gefällt. Die Leute, mit denen wir zu tun haben, leben oft mit minimalen Mitteln, auch finanzieller Art. Und trotzdem originell und vielleicht nicht weniger zufrieden als wir. Wie andere Menschen haben sie belastende Geschichten erlebt, die in ihrem Fall durch irgendeine Fügung keinen guten Ausgang genommen haben. Wenn es uns gelingt, im Rahmen unserer Arbeit nicht nur ihr Obdach zu sichern, sondern ihre gesamte Lebenssituation zu verbessern, dann ist das sehr befriedigend für mich. Dann sehe ich mich bestärkt darin, den richtigen Beruf gewählt zu haben.

Romain Béguelin | Sozialarbeiter
Romain Béguelin, Sozialarbeiter

Salome Heckendorn | Sozialarbeiterin

Aline Jorand Gmünder | Sozialarbeiterin

Claudia Leu | Sozialarbeiterin
Claudia Leu, Sozialarbeiterin

Sandra Künzi | Sozialarbeiterin
Sandra Künzi, Sozialarbeiterin
Die Komplexität meiner Aufgabe
Erst im Herbst 2015 bin ich zu Casanostra gestossen. Ich bin schon lange als Sozialarbeiterin tätig, trotzdem ist vieles neu für mich. Mir ist erst jetzt bewusst geworden, wie schwierig das Grundrecht der Obdachsicherung in der Gesellschaft durchzusetzen ist. Und wie stark vom Wohnen abhängt, ob Menschen weiterkommen im Leben oder nicht. Ein geordnetes Wohnen fördert den Respekt für sich selbst und für andere. Ebenfalls neu für mich ist, dass Sozialarbeit aufgrund von Verträgen erfolgt. Einerseits des Mietvertrags, anderseits einer Vereinbarung zum Begleiteten Wohnen. In meiner Doppelrolle als Vermieterin und Wohnbegleiterin sehe ich eine gewisse Schwierigkeit. Wir greifen stark in die Intimsphäre unserer Mieterinnen und Mieter ein. Dabei trete ich als ‹Normträgerin› auf, mache die Wohnfähigkeit von bestimmten Kriterien abhängig. Aber will ich das überhaupt? Darf ich das? Und wenn ja: Mit welchem Recht? Die Leute können wenig dagegen sagen. Sie sind als Mieterinnen und Mieter abhängig von uns. Dazu kommt die omnipräsente Geldfrage: Wie können wir unsere Dienstleistungen Möglichst kostengünstig und trotzdem der Situation angemessen erbringen? Wie können die Leute mit ihren Minimalbudgets umgehen? Das sind alles komplexe Probleme, die meine Arbeit anspruchsvoll und spannend machen.

Bernhard Bez | Hauswart
Bernhard Bez, Hauswart
Mein Arbeitsalltag
Mir ist bewusst, dass Ordnung und Funktionalität in den Liegenschaften von Casanostra eine grosse Bedeutung haben: eine Vorbildfunktion für Mieterinnen und Mieter. In der Tendenz gilt: Wenn sie sehen, dass sich der Hauswart um ihre Wohnungen kümmert, kümmern sie sich auch darum. Als Hauswart ist die Hege und Pflege von Gebäuden und Aussenanlagen meine Aufgabe. Die Pflege hat mit der Hege zu tun. Während ich Reinigungsarbeiten mache, sehe ich, ob etwas kaputt ist oder instand gesetzt werden muss. Zu meinen beiden Hauptaufgaben kommt noch eine dritte hinzu: Wenn ich mich in den Liegenschaften aufhalte, komme ich mit den Mieterinnen und Mietern ins Gespräch. Dieser Austausch ist für beide Seiten eine Bereicherung. Den Mieterinnen und Mietern gibt er die Sicherheit, dass jemand für sie da ist sowie eine willkommene Gesprächsgelegenheit. Sie sind dankbar dafür. Und auch mir bietet der Austausch bei meiner oft etwas einsamen Arbeit Abwechslung. Die Geschichten unserer Mieterinnen und Mieter führen mir vor Augen, dass die meisten von ihnen früher einmal selbständig ihr Leben meistern konnten und durch schwierige Lebensereignisse in ihre heutige Situation geraten sind. Bei Auseinandersetzungen mit ihnen versuche ich mir deshalb ein Bild vor Augen zu führen, wie sie früher waren. Das hilft.
